Das neue Wohngebäude am Waldmeisterweg fügt sich harmonisch in das offene Bebauungsgefüge aus Siedlungen und Einfamilienhäusern der Nachkriegszeit ein. Auf behutsame Art übernimmt das Gebäude eine ordnende Funktion im Siedlungsraum. Seine polygonale städtebauliche Form findet der Neubau, indem er wie ein Zaun ein Territorium absteckt. Dabei ist jede Seite des Gebäudes auf eine andere offene Raumsituation ausgerichtet. Das Gebäude wirkt zu allen Seiten ordnend in die Tiefe des ihn umgebenden Siedlungsraums und bindet die diffusen Zwischenräume gleichsam an sich. Im Norden steht das Haus mit seiner Eingangsfassade am Waldmeisterweg.
Die Wohnungen werden über eine zentrale „Küchendiele“ betreten, die so grosszügig bemessen ist, dass neben Kochen, Essen, Ankommen und Schuhe Ausziehen das turbulente Leben einer zeitgenössischen Familie oder Lebensgemeinschaft genügend Raum erhält. Küchendiele, Loggia und Wohnraum sind um einen tragenden Pfeiler angeordnet und bilden eine gemeinsame Raumfigur. Das Haus ist mit hellen Eternitplatten verkleidet und erhält so einen zarten und behutsamen Charakter. Ein mittiger, horizontaler Fries gliedert die Fassaden in zwei Hälften. Er bildet den Ausgangspunkt für einen freien Rhythmus schlanker, hölzerner Pfeiler, die die Haut des Gebäudes zugleich ordnen und unter Spannung setzen. Die Materialisierung und Farbigkeit erinnert an die Heiterkeit und Würde anonymer Strandarchitekturen.

2013-2017
Ort: Zürich, Schweiz
Programm: Mehrfamilienhaus mit 21 Mietwohnungen
Bauherrschaft: Stiftung PWG
Bruttogeschossfläche: 3024 m2
Wettbewerb, 1.Preis
Projektstatus: In Planung, Ausführung 2016-17